Sie tanzt in der Glut, wer sie schaut, verliert sich.



Wer ist sie?
Sie sitzt wie im Nest, brütend auf den Wassern,
schwebend überm Chaos vor dem ersten Tag.
Sie seufzt und sie singt, mütterlich in Sorge, alles zu gebären, was das WORT ihr sagt.

Sie fliegt übers Land, wo sie will, da ruht sie,
zutraulich und nah und doch auch frei und wild.
Sie sitzt im Schoß, hört, was wir nicht hören,
nährt und füttert alles, was da werden will.

Sie tanzt in der Glut, wer sie schaut, verliert sich.
Heil ́gen Rausch weckt sie, wo alles träg und stumm, entwöhnt uns und schenkt sprühende Ideen.
Keiner kann sie fangen, ihr verbieten den Mund.

Denn sie ist der Geist, eins mit Gott dem Schöpfer,
eins mit Gott dem Retter, in der Liebe Band.
Der Schlüssel der Schrift, Taube aus dem Himmel,
Gegnerin der Apathie wird sie genannt.

John Bell, Übers. Yotin Tiewtrakul

Frohe Pfingsten!