Gemeinden erproben neue Wege

"So kann es gehen..."


Viele Gemeinden in ländlichen Räumen befinden sich in unterschiedlichen Veränderungsprozessen: Wie kann es weitergehen mit Gebäuden oder Pfarrstellen? Welche Angebote können wir noch anbieten mit den Ressourcen vor Ort? Wie schaffen wir es, mit den Menschen in unserem Quartier kirchliches Leben attraktiv und einladend zu gestalten?

Dies sind Herausforderungen, zu denen viele Gemeinden Ideen entwickeln, wie sie aktiv umgesetzt werden können. Manchmal fehlt es dann an fachlicher Unterstützung oder auch an rechtlichen Möglichkeiten, diese neuen Wege auszuprobieren. Wir im Gemeindedienst der Nordkirche bieten Ihnen Unterstützung an, um neue Räume als Kirche zu erproben.

Vielleicht entdecken Sie unter den folgenden Beispielen Projekte, die Sie auch für Ihre Situation hilfreich finden. Es können aber auch ganz andere Ideen sein, die Sie in / mit Ihrer Kirchengemeinde entwickeln und erproben möchten. Unser Ziel ist, Sie in diesen Prozessen zu unterstützen. Erprobungsräume können z. B. sein:

„Lass mal sein“: In definierten Gestaltungsräumen gibt es die „Erlaubnis“ traditionelle und gewohnte Angebote nicht mehr zu machen.

Team-Bildung: In einer Region arbeiten mehrere Pastor_Innen zusammen und entwickeln, was „vor Ort“ in den Gemeinden als kirchliche Arbeit möglich ist. Dabei können Arbeitsfelder aufgeteilt und Gemeinden übergreifend gestaltet werden.

Gemeinde auf dem Land – wohnen in der Stadt: Mehrere Pastoren_innen wohnen mit ihren Familien an einem zentralen Ort; von dort aus sind sie in den umliegenden ländlichen Gemeinden pastoral tätig. Sie arbeiten in einem pastoralen Kollegium zusammen.

Verkündigung in der Gemeinschaft der Dienste: Im Verkündigungsdienst sind qualifizierte Ehrenamtliche tätig, die kleine Formen von Gottesdiensten oder Gebetszeiten selbständig anbieten.

Gemeinde profilieren: Vieles Gewohnte wird gelassen und „die eine gute Idee“ mit Kraft und Wissen umgesetzt. Die „eine gute Idee“ kann sich aus der Gemeindesituation ergeben oder den besonderen Gaben, die in der Gemeinde vorhanden sind.

Gemeinwesen-Orientierung: Die Kirchengemeinde kooperiert noch stärker mit der Kommune, Vereinen, Unternehmen oder auch Initiativen. Gemeinsam wird zum Beispiel die Arbeit mit Flüchtlingen gestaltet. Oder in Tourismusregionen ein besonderer
Schwerpunkt gebildet in der Arbeit mit Urlaubern, Einheimischen und denen, die im Tourismus arbeiten.

Gemeinde der Nähe: Es entstehen in einer Gemeinde selbstorganisierte Bezirke, die jeweils keine eigene Pfarrstelle haben. Sie gestalten ihr Gemeindeleben aus eigenen Entscheidungen und Kräften. Je nach Bedarf werden sie von PastorInnen und anderen Hauptamtlichen unterstützt.

Ehrenamt fördern mit System:: Gemeinden haben ein Konzept für die Begleitung und Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden entwickelt. Um es bestmöglich umzusetzen und zu gestalten, werden hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende im Bereich Ehrenamtsmanagement fortgebildet. Auch die Vernetzung auf Kirchenkreisebene mit anderen Gemeinden ist möglich.

Folgende Aspekte der Gemeindeentwicklung werden jeweils berücksichtigt:
• Entwicklung der pastoralen und gemeindlichen Dienste
• Entwicklung eines theologischen Gemeindeprofils
• Reflexion der Gemeinde im gesellschaftlichen Umfeld
• Erprobung von neuen Strukturen und Formen

Wenn Sie in Ihrem Kirchengemeinderat die Projektidee gefunden haben, die Ihnen weiterhilft dann
… nehmen Sie Kontakt zu uns im Gemeindedienst der Nordkirche auf.
… bringen wir Sie in Kontakt mit anderen Gemeinden, die eine ähnliche Idee haben.
… vermitteln wir Ihnen die entsprechende Fach-, oder Prozessberatung, die Sie als haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende intensiv begleiten.
… unterstützen wir Sie in Fragen der Finanzierung.

… sorgen wir, wenn gewünscht, für Fortbildungen oder auch wissenschaftliche Begleitung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.gemeindedienst.nordkirche.de
Gemeindedienst der Nordkirche
Friedrich Wagner Telefon 040 / 306 20 – 12 10
Ulrike Brand-Seiß Telefon 040 / 306 20 – 12 12


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